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Kinder und Jugendliche

Diese Seite richtet sich an alle, die an der Thematik der Entwicklung der Geschlechtsidentität im Kindes- und Jugendalter interessiert sind. Es geht hier nicht nur um Information für junge Menschen, die ein Problem mit ihrer Geschlechtszugehörigkeit haben, sondern auch - um nicht zu sagen vor allem - um Wissenswertes für deren Eltern, Geschwister, andere Familienangehörige und FreundInnen. Vieles lässt sich leichter verstehen, wenn man den Zusammenhang zwischen Körper und Geschlechtsidentität losgelöst von konventionellen Vorstellungen betrachtet.

Weiter unten finden Sie eine Sammlung fachspezifischer Artikel und Links zu themenverwandten Sites und Diskussionsforen. Da es gerade in diesem Bereich eine thematische Verwandtschaft zu Intersexualität gibt, haben wir auch links Intersex-Sites aufgenommen.

Gedacht ist der Abschnitt aber auch für Erfahrungsberichte. Wenn Sie einen Beitrag veröffentlichen möchten, senden Sie ihn bitte per Mail an transX@transgender.at. Wir bitte aber um Verständnis, dass sich TransX eine redaktionelle Prüfung vorbehält. Änderungswünsche werden aber jedenfalls mit der Autorin / dem Autor abgesprochen.

Über die Entstehung von Transsexualität gibt es zahlreiche wissenschaftliche Theorien, erwiesen ist bis jetzt allerdings noch nichts. Es dürfte jedenfalls eine Vielfalt von Faktoren zur Ausbildung einer TransGender-Persönlichkeit beitragen, also dazu, dass ein Mensch sich dem aus körperlicher Sicht "anderen" Geschlecht zugehörig fühlt.

Viele TransGenders glauben schon sehr früh zu erkennen, dass sie "im falschen Körper geboren" sind, und für die Diagnose Transsexualität nach der derzeit geltenden Klassifikation ICD 10 ist "der Wunsch, als AngehörigeR des anderen Geschlechts wahr genommen zu werden" durchaus ein Kriterium, das schon im Kindes- oder Jugendalter auftritt.

TransX legt großen Wert auf die Feststellung, dass ein Verhalten, das nicht einer tradierten Geschlechterrolle entspricht, noch lange kein Beweis für eine TransGender-Identität ist. Mädchen die auf Bäume klettern und Buben die mit Puppen spielen, haben meist kein Problem mit ihrer Geschlechtsidentität. Zumindest so lange es ihnen das familiäre oder gesellschaftliche Umfeld nicht einredet.

In der Pubertät ist es grundsätzlich nicht ungewöhnlich, die eigene Geschlechtlichkeit zu hinterfragen. Häufig geschieht das in Form eines Rollenspiels, das auch transvestitische Züge tragen kann. So wie viele Menschen in dieser Phase ihres Lebens auch homoerotische Erfahrungen sammeln dient es letztlich dem Abbau von Berührungsängsten mit der anderen Seite und der Reifung der Persönlichkeit.

Besteht hingegen eine tief in die Identität gehende Gewissheit, dem "anderen" Geschlecht näher zu sein, so ist ein Wechsel des sozialen Geschlechts heutzutage bei weitem nicht mehr so problematisch wie noch vor wenigen Jahren. Wir sind davon überzeugt, dass erst der reale Rollenwechsel die Sicherheit schafft, die für etwaige nachfolgende therapeutische Schritte wie Hormontherapie und allenfalls geschlechtsanpassende Operationen notwendig ist.

Am Beginn steht jedenfalls die Erkenntnis, dass Geschlecht in seiner sozialen Dimension recht wenig mit der körperlichen Realität zu tun hat. Das Empfinden der Geschlechtszugehörigkeit ist nicht die Folge eines erkenntnistheroretischen Prozesses nach Maßgabe körperlicher Merkmale, sondern das Ergebnis von Identifikationen mit Menschen des nächsten sozialen Umfelds, großteils unbewusst und deshalb nicht leicht steuerbar.

Druck von außen und Zwang zur Verdrängung können ein Genderproblem erfahrungsgemäß nicht lösen. Der Versuch, das Probieren, ist allemal besser als eine nicht mehr rückgängig zu machende Entscheidung.

Ganz wesentlich ist dabei aber die therapeutische Begleitung. TransX bietet eine Übersicht mit dem Thema vertrauter SpezialistInnen in Österreich.

Beiträge

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"Jani" - Ein Mailwechsel in der liste@transgender.at. Jani ist 14 Jahre alt und hat ein großes Problem, aber niemanden, von dem sie sich verstanden fühlt.

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Fachspezifische Artikel

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"Kinder und Jugendliche mit Geschlechtsidentitätsstörungen" - ein Beitrag des Therapeuten Hans-Peter Bangerl
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Links

Link http://www.trans-eltern.de
Deutsche Seite der Interessensvertregung Trans-Eltern.

Link http://www.mermaids.freeuk.com
Britische Kinder-Seite. (Englisch)

Link http://www.transgendersoul.com/tg_youth.htm
-> Informationsbroschüre für Eltern von Trans-Kindern Hier
-> Buch von einem Trans-Mädchen Hier

Link http://www.youtube.com/watch?v=oHB4pnIdFYI
Ein 8-minütiger Film für die Rechte der Kinder. Produziert von von Trans Youth Family Advocates, Oregon (US)

Link http://www.msu.edu/~tunechri/FTM%20webpage.html
Links zu amerikanischen Seiten zu TransGender-Kindern unter "Youth"

www.intersex.at
Österreichische Selbsthilfegruppe für Menschen, die nicht eindeutig als Mann oder Frau geboren wurden.

www.xy-frauen.de
Deutsche Kontaktgruppe für Menschen, die sich mit der Problematik auseinandersetzen müssen, nicht ohne weiteres in die gängigen Frau/Mann-Schemata hineinzupassen.

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