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TransGender-Klassifikation im DMS

Das Diagnostische Handbuch DMS (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) der Amerikanischen Psychiatrischen Gesellschaft (APA) umfasst alle als psychische Krankheiten anzuerkennenden Symptombilder.

Mit der Anerkennung verschiedener Formen der Geschlechtsidentitätsstörungen und der "Transsexualität" als Krankheit wurde 1980 in der dritten DMS-Fassung (DMS-III) die rechtliche Grundlage dafür gelegt, dass die Behandlungskosten Transsexueller durch private und öffentliche Krankenversicherungen abzudecken sind. Laut DMS-III sind Personen als transsexuell zu betrachten, wenn sie mindest zwei Jahre lang kontinuierliches Interesse an der Transformation ihres körperlichen und sozialen Geschlechts demonstrieren.

Bei der derzeit gültige Version DMS-IV aus dem Jahr 1994 hat das Komitee das unscharfe Symptombild "Transsexualität" fallen gelassen, da er unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten umfasst. Stattdessen wird nur mehr von "Gender Identity Disorder" (Störungen der Geschlechtsidentität, GID) gesprochen.

DMS-IV unterscheidet Geschlechtsidentitätsstörungen nach dem Alter der Klienten und trennt transvestitischen Fetischismus als eigenes Symptombild ab.

Die dem medizinischen Verständnis der TS entsprechende Geschlechtsidentitässtörung ist durch folgende Kriterien charakterisiert:

  1. Eine starke anhaltende trans-geschlechtliche Identifikation, die deutlich über das Verlangen nach kulturspezifischen Vorteilen des anderen Geschlechts hinausgeht. Bei Kindern ist die Störung bei Vorliegen von zumindest vier der folgenden Kriterien gegeben:
    1. Wiederholtes Äußern, dem anderen Geschlecht anzugehören oder angehören zu wollen.
    2. Bestehen, typische Kleidung des anderen Geschlechts anzuziehen.
    3. Bestehen auf Rollenwechsel in Spielen und in Fantasien.
    4. Verlangen Spiele des anderen Geschlechts zu spielen und
    5. starke Vorlieben für Spielgefährten des anderen Geschlechts.

    Bei Jugendlichen und Erwachsenen äußert sich die Störung im manifesten Verlangen dem anderen Geschlecht anzugehören, so wahrgenommen zu werden, dem Verlangen in diesem Geschlecht zu leben und behandelt zu werden und der Überzeugung typische Gefühle und Reaktionen dieses Geschlechts zu haben.

  2. Anhaltendes Unbehagen im Ursprungsgeschlecht oder dem Gefühl der Unangebrachtheit dieser Geschlechtsrolle (...).
  3. Die Störung steht nicht in Beziehung mit physiologischer Intersexualität.
  4. Die Störung verursacht klinisch deutlichen Stress oder beeinträchtigt im sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Bereichen.

Eine Originalfassung der relevanten DMS-IV - Passagen ist auf Link www.twentyclub.org veröffentlicht.

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